Pädagogisches Konzept

Und hier ist die offizielle deutsche Fassung des Zebra International Kindergarten e.V. Dieses pädagogisches Konzept gibt es auch als PDF auf Englisch oder eben dieses Deutsche Konzept der Kita.

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Das pädagogische Konzept der Zebra Kita International (Deutsche Version)
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The pedagogical Concept of Zebra Kita International (English version)
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Vorwort:
Die Idee zur Gründung einer bilingualen, deutsch-englischen Elterninitiativ-Kindertagesstätte entstand im Frühjahr 2003. Elternpaare hatten sich als Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, mit der Gemeinsamkeit, in jeder Familie einen Elternteil zu haben, dessen Muttersprache die englische Sprache ist. Der Wunsch war, den  Kindern die Möglichkeit zu geben, dieses sprachliche- sowie kulturelle Potential auch über die Familie hinaus für sich zu erweitern und nutzen zu lernen. Auch einige deutsch-deutsche Elternpaare sind mittlerweile dazu gekommen und vom gesellschaftlichen Wert einer bilingualen Erziehung überzeugt.

Der Verein Zebra international kindergarten e.V. Berlin, hat sich mit der Gründung einer deutsch-englischen, bilingualen Elterninitiativ-Kindertagesstätte im Osten der Stadt, die Förderung der Zweisprachigkeit ab dem Kleinkindalter zur Aufgabe gemacht.

Warum mehrsprachig? 
Die Verständigung mit anderen Menschen steht in einer Zeit der Globalisierung, der Europapolitik und einer multikulturellen Gesellschaft im Vordergrund.

Das Werkzeug hierzu ist die Kommunikation. Die Frühvermittlung einer zweiten Sprache, zusätzlich zur Muttersprache, wird als Schlüsselkompetenz für späteres Kommunikations-vermögen gesehen. Die jüngere Forschung hat überzeugend nachgewiesen, dass der frühe Erwerb einer zweiten Sprache die kognitive Entwicklung und die Entwicklung der Muttersprache fördert. Sprachkenntnisse eröffnen nicht nur Chancen in Schule und Beruf, sondern unterstützen auch die Entwicklung der Persönlichkeit. 

Jedes Kind verfügt in hinreichendem Maß über die erforderlichen Sprachlernfähigkeiten, da die menschliche Sprachfähigkeit nicht auf Ein-, sondern auf Mehrsprachigkeit ausgelegt ist.

Durch das Erlebnis authentischer Mehrsprachigkeit sollen die Kinder zusätzlich auf das Europa von morgen vorbereitet und die Grundlage für Toleranz und anderssprachige Menschen und ihre Kultur gelegt werden. Mehrsprachige Kinder gelten langfristig als sprachlich wendiger und im Denken leistungsfähiger. 

Wir betrachten die zweite Sprache als ein Geschenk, dass wir nicht ungenutzt lassen wollen.

Warum hier? 
Der Bezirk Pankow/Prenzlauer Berg ist besonders bei jungen Familien beliebt und gilt als der Bezirk, der prozentual die meisten Kinder beherbergt. 

Die Nachfrage nach einem bilingualen Kita Angebot im Ostteil der Stadt ist groß und wächst beständig. Eltern wollen nicht mehr auf ein solches Angebot verzichten, lange Anfahrtswege in andere Bezirke oder teure Gebühren für zweisprachige Erziehung in Kaufnehmen. Erfreulicherweise konnten innerhalb der letzten zwei Jahre engagierte Eltern ca. vier bilinguale Eikitas und eine Kindertagesstätte mit spanisch, französisch oder englisch als Zweitsprache eröffnen. Leider haben diese Einrichtungen lange Wartelisten mit stellenweise bis zu neunzig Familien, die auf einen Kita-Platz hoffen.

Zebra international kindergarten e.V. EiKita möchte mit ihrer deutsch-englischen, bilingualen Ausrichtung in Kombination mit einer pädagogischen Zielsetzung in Anlehnung an die Pädagogik von Maria Montessori dieses Angebot erweitern und bereichern.

Das Angebot richtet sich an bilinguale Familien, Familien aus dem englischsprachigen Ausland und deutsch-deutsche Familien, deren Interesse es ist, ihren Kindern den Erwerb der deutschen, sowohl als auch der englischen Sprache zu ermöglichen und den Zugang zu dem kulturellen Erbe des jeweils fremden Landes zu öffnen. TOP
 
 I. Pädagogische Leitprinzipien 
1. Bilinguale Erziehung 
Das Konzept der Zebra Eikita sieht vor, dass die Kinder unter natürlichen Bedingungen die zweite Sprache erwerben. 

Dies geschieht in täglichen Kommunikationssituationen, ab dem Alter von ca. 1,5 Jahren, sobald der Beginn des Spracherwerbs einsetzt. 

Als Methode setzen wir hier die wissenschaftlich erwiesen erfolgreichste Methode ein, die Immersion. [1]

Immersion bedeutet Sprachbad. Ihr Zentraler Punkt ist die Sprachvermittlung im Zusammenhang, die sogenannte Kontextualisierung. Die Sprache muss in die Handlung eingebunden sein und das gesagte durch Gesten, Handlungen und Zeigen unterstützt werden. 

Jede ErzieherIn spricht immer in ihrer/seiner jeweiligen Muttersprache mit den Kindern. 

Um die englische Sprache in unserem deutschen Umfeld stärker zu etablieren, sprechen alle ErzieherInnen miteinander in englischer Sprache. Ausführliche wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen, dass zum Gelingen eines solchen Projektes und zur Etablierung der Zweitsprache es nötig ist, einen maximalen Anteil von 30% rein deutschsprachiger Kindern nicht zu überschreiten. Es sollten mindestens 70%  Kinder aus bilingualen oder aus englisch muttersprachlichen Familien in einer Gruppe sein. 
 
Eine zweite Sprache ist ein zusätzliches Angebot wie jede andere Fähigkeit des Personals wie z.B. Sport, musikalische Angebote etc. 

Die altersgemäße Entwicklung der Muttersprache  ist eine Grundvoraussetzung und wird durch den Erwerb der Zweitsprache nicht beeinträchtigt.

Keinesfalls wird auf die Kinder Druck ausgeübt die zweite Sprache zu sprechen oder einzuüben. Durch spielerische Motivation soll ein Interesse für die Sprache und das Kommunizieren geweckt werden.

Im Alltag führt dies natürlicher weise dazu, dass die Kommunikation einen höheren Stellenwert bekommt. 
 
2. Pädagogisch – methodische Rahmenbedingungen
Als pädagogisches Leitprinzip steht die ganzheitliche Persönlichkeits-entwicklung des Kindes – Hilf mir es selbst zu tun. Das Zentrum der pädagogischen Arbeit bildet der besondere Zugang zum Kind, der auch durch Anlehnung an die Erfahrungen der Ärztin, Psychologin und Pädagogin Maria Montessori geprägt ist. 
Die Vorbereitete Umgebung, das sozial-emotionale Lernen und die besonderen Anforderungen an die Persönlichkeit der ErzieherIn umschließen dieses Ziel.
Der Begriff der Entwicklungsfreiheit, der sich in Bewegungsfreiheit, freier intellektueller Arbeit und der Freiheit der sozialen Kommunikation wieder findet, spielt in der Erziehung eine wichtige Rolle.
   
Maria Montessori sagt: „Nicht wenn wir tun was wir wollen, sondern wenn wir wollen was wir tun sind wir frei.“ Dennoch ist es wichtig, das Kind in der Entwicklung seines Willens zu unterstützen. So sagt Montessori auch: „Dem Kind seinen Willen lassen, daß seinen Willen nicht entwickelt hat, heißt den Sinn der Freiheit zu verraten.“
 
2.1. Die vorbereitete Umgebung
Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war (Aristoteles)

Um die pädagogischen Ziele bestmöglichst umzusetzen ist es nötig die Umgebung entsprechend zu gestalten:
• Raumaufteilung mit Spielecken und Regalen, die für die Kinder zugänglich sind
• keine unnötige Möblierung
• flexible Spielteppiche und Spielständer, die ein Umnutzen des  Raumes ermöglichen
• Dekoration den Jahreszeiten und der gerade aktuellen Thematik entsprechend (z.B. Jahreszeitentisch auf dem sich von den Kindern hergestellte Dinge oder gesammelte Materialien aus der Natur befinden)
• ansprechendes Spielzeug vorzugsweise aus Holz und Naturmaterialien
• besondere Sorgfalt bei der Auswahl des Spiel- und Bastelmaterials

Jedes Material soll zu längerer Aktivität anregen. Dies ist nur möglich, wenn mit ihm mehrere Stufen erarbeitet werden können, d.h. eine Differenzierung in verschiedene Lernniveaus möglich ist.

Ästhetik: Unterstützt wird die Aktivität durch die Ästhetik der Materialien. Sie soll den Aufforderungscharakter unterstützen und das Kind dazu veranlassen, die Verantwortung zu übernehmen. Das Material soll stets schön und komplett sein aber auch ansprechend präsentiert werden.

Begrenzung: Jedes Material ist nur 1x vorhanden, dadurch behält jedes Material seinen Wert. Gleichzeitig lernt das Kind auch zu warten und seine Motivation aufrecht zu erhalten, wenn das Material gerade benutzt wird.

Selbstkontrolle: Grundlage für die Selbstständigkeit des Kindes ist die Möglichkeit der Fehlerkontrolle. Selbstkontrolle ermöglicht so Unabhängigkeit und Selbstständigkeit und führt zu einer Sensibilisierung der Handlungsabläufe.
Die Materialien selbst, der Umgang mit ihnen und der besondere Zugang zum Kind fordern alle Kräfte des Kindes heraus. Über die Sinne, die Hand / wie die Bewegung werden die Intelligenz, der Wille und das Gefühl sehr intensiv gefördert.
 
2.2 Rahmen- und Wochenplan
• Die Aktivitäten der Kinder orientieren sich nach den Jahreszeiten und sind in  thematisch passende Einheiten gegliedert.
• Es gibt übergeordnete Themenfelder, die dann in wöchentlichen Einheiten erschlossen werden. 
• Für jede Woche wird im voraus ein Wochenplan erstellt und ein Themenkreis mit differenzierten Aktionen erschlossen.
• Innerhalb der einzelnen thematischen Aktionen wird darauf geachtet, dass die Kinder auf allen Ebenen die Erfahrungen sammeln können. So wird das Thema kognitiv, sensitiv und motorisch erarbeitet. Es werden Möglichkeiten geschaffen, das Erlebte nicht nur konsumptiv aufzunehmen sondern auch expressiv zu verarbeiten. Expressive Formen wie Tanz, Malen, Nacherzählen und Nachspielen etc. dienen zur Vertiefung der Thematik..

Praktisch kann dies z.B. so aussehen:

Feste: Halloween, Erntedank, Thanksgiving etc. , der Kulturelle Hintergrund wird erarbeitet, die Kinder berichten über ihre Erlebnisse damit, die Feiern werden vorbereitet

Erarbeitung z.B. des Themas Pflanzen und Blumen als Wochenthema:
Bäume im Herbst, Warum die Blätter fallen Ausflug mit Blättersammeln, Naturbetrachtung mit Vertiefung durch Literatur, wir basteln eine Blätterpresse, welche Geräusche/Farben gibt es im Herbst, wie malen Künstler den Herbst, wir malen den Herbst, Geräusche und Stimmungsbilder von Bäumen im Herbst werden durch Tanz und Rhythmik vertieft, musikalische Früherziehung beschäftigt sich mit Windgeräuschen, pusten von Blättern, Regentropfen etc., basteln eines Windspiels, Kleider im Herbst,was machen die Waldtiere im Herbst, welches Gemüse gibt es im Herbst, wir kochen alles mit Kürbis, wir basteln Papierkürbisse für Halloween,wir malen Herbstbilder…. 
           
2.3 Integration von Festen 
 Die Integration von Fest- und Feiertagen sehen wir als wichtigen Bestandtteil unserer Planung an. Deutsche Festtage sowohl als auch Festtage aus den englisch-  sprachigen Ländern sehen wir als Schlüssel zu anderen Kulturen. Die Geschichte eines Landes verbindet sich hier genauso wie die Kinder auch kulturelle Gepflogenheiten kennen lernen. Kulturelles Erbe kann so erfahren und bewahrt werden und dient ebenso als Grundstein für Toleranz.

2.4  Sozial-emotionales Lernen
Dieser Bereich wird besonders durch die altersgemischte Gruppe und die differenzierten Vermittlungsmodelle sehr intensiv und vielfältig geübt.

Je nach Inhalt werden Regeln und Rituale gemeinsam erarbeitet oder vorgegeben.

Sie beziehen sich auf den Umgang miteinander, den Umgang mit dem Material, den Ablauf der Arbeitsabläufe und das Verhalten während der unterschiedlichen Gruppenaktivitäten. 

Regeln sollen nachvollziehbar sein und dem Kind Halt geben, sowie Grenzen aufzeigen. Bei Regelverstößen werden die Kinder unterstützt, selbst Konflikt-lösungen zu finden. Im Rahmen der Freien Arbeit wählen die Kinder verschiedene Sozialformen, d.h. ob sie eine Arbeit alleine, zu zweit oder in der Gruppe bearbeiten. Dabei lernen sie z.B. sich zu organisieren, Wünsche zu äußern oder Alternativen zu suchen, wenn ein anderes Kind schon das gewünschte Material verwendet. Gleichzeitig entwickeln sich Helfersysteme, erfahrene Kinder, die auch kleine Spezialisten sein können, unterstützen unerfahrene und können auch mal den Platz der ErzieherIn einnehmen oder die Zeit, bis diese verfügbar ist, überbrücken.

Das Kind wird  in seiner Individualität angenommen und Werte wie Toleranz und Respekt dem anderen gegenüber gefördert und etabliert. Diversität als positives Potential wird benutzt um gemeinsame Aktivitäten erfolgreich durchzuführen. 
 
2.5 Morgenkreis, Abschlusskreis
Morgen- und Abschlusskreis sind wichtige Bestandteile unseres erzieherischen Konzeptes.

Hier trifft sich die Gruppe als Gemeinschaft, die Kinder nehmen sich als Teil davon war.  Der Überblick des Tages wird den Kindern genauso wie eine Reflexion des erlebten ermöglicht. 

Hier wird besonderer Wert darauf gelegt, die Kinder zur Kommunikation und zum Erzählen anzuregen.

2.6 Arbeit in der Gruppe
Die Arbeit in der Gruppe besteht aus folgenden Elementen:
Gemeinsame Gruppenaktivitäten, Activity Centers ( d. h.verschiedene, gleichzeitig bereit gestellte Angebote, aus denen das Kind sich eine Beschäftigung auswählen kann), Freispiel, Exkursionen und Zusatzangebote.

Während bei Gruppenaktivitäten alle Kinder teilnehmen, stehen die Angebote der Activity Center zur Wahl. Hierzu hat die ErzieherIn bestimmte Arbeitsbereiche vorbereitet, z.B. Tischspiele, verschiedene Werkarbeiten etc. Das Kind wählt zwischen den angebotenen Möglichkeiten, soll sich aber auf jeden Fall damit beschäftigen. Im Freispiel können die Kinder völlig selbstständig ihre Beschäftigungen auswählen. Es besteht kein Angebot von Seiten der Erzieher. Mit Exkursionen sind nicht die Besuche von Park und Spielplatz gemeint. Hier handelt es sich um Ausflüge z.B. in Museen, zu Handwerksbetrieben, Bauernhof, Flughafen etc., die vor- und nachbereitet werden.

Zusatzangebote in Form von Sport, musikalischer Früherziehung, Rhythmik etc. werden entweder von externen Lehrern oder Eltern vorbereitet. 
 
II. Rolle der ErzieherInnen
Ein regelmäßiger inhaltlicher Austausch zwischen Eltern und Erziehern trägt wesentlich zum Gelingen des pädagogischen Konzeptes bei. Dieser findet in Form von regelmäßgen Elternabenden, schriftlichen Ankündigungen, kurzen Gesprächen beim Abholen etc. statt. Die Erzieher sind bei den Elternabenden anwesend und bereiten diese maßgeblich mit vor. 

Zusätzlich führen die Erzieher ein „Gruppenbuch“, in das kurze Notizen über besondere Situationen des Tages, z.B. heftiger Streit, auffälliges Verhalten des Kindes, bemerkenswerte Unfälle etc. eingetragen werden und das für die Eltern zur Einsicht bereit liegt. Es wird darauf geachtet, dass alle Mitteilungen in der für die Eltern verständlichen Sprache verfasst sind.

Die Erzieher bilden untereinander ein gleichberechtigtes Team. Durch regelmäßige Teambesprechungen und Evaluation der Arbeit mit den Kindern, werden Konflikte und Differenzen deutlich gemacht und Lösungsvorschläge ermittelt.

Auch sollen die Erzieher durch ihr Beispielhaftes Verhalten Rollenklischees zu durchbrechen helfen.

Die Erzieher haben das Recht, bei Entscheidungen innerhalb der Besetzung der Gruppe (neue Kinder, Umstrukturierung etc.), sowie der Besetzung einer neuen Stelle von ErzieherkollegInnen oder Praktikanten mitzuwirken. 

Vernetzung: Zebra e.V strebt einen Austausch mit anderen bilingualen Kinder-tagesstätten an. Erfahrungen mit der Praktischen Umsetzung der bilingualität, der besonderen Situation der Kinder, Fragen zur weiterführenden Voschule und Schule etc. sollen Gegenstand geplanter Treffen sein und auch den Erziehern eine Weiterentwicklung innerhalb der speziellen Erfordernisse ermöglichen.
 
III. Rolle der Eltern
In der Zebra EiKita haben die Eltern eine wichtige Rolle. Nicht nur dass sämtliche organisatorischen Dinge von ihnen erledigt werden müssen, werden sie auch am erzieherischen Teil beteiligt. Grundsätzliche erzieherische Inhalte und Vermitt-lungsformen werden von Erziehern und Eltern gemeinsam gestaltet.

Das Kind soll nicht den Eindruck gewinnen, Elternhaus und Kita sind voneinander völlig getrennt. Die Eltern unterstützen je nach Möglichkeit laufende Themen z.B. durch Mitbringen von Büchern oder korrespondierenden Materialien, sie organisieren Feste und Feiern und beteiligen sich an der Planung und Ausführung der Exkursionen. Je nach Interesse und Können ist es erwünscht, eigene Fähigkeiten in den Kita-Alltag einzubringen. Dies kann in Form von speziellen Angeboten für die Kinder geschehen, wie z.B. in Vorlesestunden, Turn- und Bewegungsstunden, Singen und Musizieren etc. 
Erzieher und Eltern bilden ein Team.

IV. Struktur und Organisation der Kita

1. Verein
Die Kita Zebra International Kindergarten e.V. Berlin wird von einem Verein gleichen Namens geführt. Alle den Verein betreffenden formalen Regelungen sind in dessen Vereinssatzung und den jeweiligen Geschäftsordnungen schriftlich niedergelegt.

Eltern die ein Kind in der Kita anmelden, treten gleichzeitig dem Verein „Zebra International Kindergarten e.V. Berlin“ und seiner Satzung bei. Bei Eintritt des Kindes wird ein Vertrag über dessen Betreuung in dieser Kita geschlossen, aus dem die Bedingungen für den Beitritt, Kündigung und rechtliche Formalitäten hervor gehen. Das vorliegende Konzept ist Bestandteil des Vertrages und wird mit dessen Unterschrift anerkannt.

Der Verein wählt aus seinen Mitgliedern drei Elternteile für den Vorstand aus. Dieser amtiert in der Regel für ein Jahr. Der Vorstand repräsentiert den verein nach aussen z.B. gegenüber Behörden.

Die Vorstandsarbeit gliedert sich in die Bereiche :
Organisation, Behördenkontakte, Vereinsfragen und Versammlungen, Finanzen sowie Elternarbeit.

Der Vorstand tritt mindestens alle zwei Monate zusammen. Mitgliederversammlungen finden mindestens einmal im Jahr statt und betreffen Vereinsbelange. 

Spezifische Fragen der Erziehungsarbeit werden auf den Elternabenden geklärt, die in der Regel monatlich statt finden.
 
2. Finanzierung
Eine Finanzierung der Zebra EiKita ist nur mit Unterstützung des Senates möglich. Mit der regulären, einkommensabhängigen Förderung entstehen für die Eltern geringfügig höhere Kosten als bei existierenden Kindertagesstätten im Bezirk. Zusätzliche Kosten werden mit den Vereinsmitgliedern im Rahmen der Sitzungen abgestimmt.

3. Öffnungszeiten 
Die Kita ist  von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.30 bis 16.30, wenn nötig auch 9 Stunden lang geöffnet.

Allgemeine Schließzeit gibt es an allen gesetzlichen Feiertagen in der Bundesrepublik und des Bundeslandes Berlin. An Feiertagen der englischsprachigen Länder bleibt die Kita geöffnet.

Die Urlaubszeiten der Kita richten sich, auf Grund der besonderen Situation der Eltern, nicht nach den Schulferien des Landes Berlin. Sie werden auf einer Mitgliederversamm-lung in Absprache mit dem Erzieherteam festgelegt.Eltern sind verpflichtet, das Fehlen ihrer Kinder wegen Krankheit oder Urlaub am selben Tag anzuzeigen. Bei Urlauben wird dringend gewünscht, die Planung, sobald wie möglich an die Kita weiter zu leiten. Unentschuldigtes Fehlen von mehr als 14 Tagen führt zur Kündigung des Betreuungsvertrages am Ende des darauffolgenden Monats.

Um ein sinnvolles Arbeiten in der Gruppe zu gewährleisten, wird erwartet, dass die Kinder um spätestens 9 Uhr in der Kita sind. Hat der Morgenkreis als erste Aktivität bereits begonnen, kann seitens der ErzieherInnen keine Annahme von Kindern statt finden. Die Eltern müssen gemeinsam mit dem Kind bis zum Ende der Aktivität warten.

Um spätestens 16.30 müssen alle Kinder abgeholt sein. Falls andere Personen das Kind von der Kita abholen, muß den Erziehern eine schriftliche Vollmacht vorliegen.
 
4. Essen
Das Kita-Essen ist Vollwertkost aus ökologischem Anbau. Das Mitbringen von Süßig-keiten in die Kita ist unerwünscht.
 
5. Krankheiten und Unfälle
Bei Eintritt muss die Kita informiert werden über gesundheitliche Probleme der Kinder wie Allergien, Asthma und sonstige körperliche Problematiken. Ebenso muss über regelmäßige Medikamenteneinnahme informiert werden. Verschriebene Medikamente können in der Kita nicht verabreicht werden.
Zum Schutze aller Kinde, Erzieher und Eltern und im besonderen Maße zum Schutze schwangerer Frauen muß ein Kind zuhause bleiben bei:
• Fieber
• schwerer Erkältung
• starkem Husten
• wenn es innerhalb der letzten 24 Stunden Durchfall hatte oder es sich übergeben mußte
• wenn es extrem übermüdet ist
• von übertragbarem Ungeziefer befallen ist
• eine Ansteckende Krankheit hatDie Kita fühlt sich an die Weisungen des Gesundheitsamtes gebunden bezüglich der Meldepflicht von ansteckenden Krankheiten und deren Quarantäneverordnungen.

Ebenso werden die Eltern durch Aushang sofort über eine ansteckende Krankheit in der Kita informiert.Über die Entschuldigungspflicht bei krankheitsbedingtem Fehlen hinaus müssen ansteckende Krankheiten sofort der Kita gemeldet werden. Dies gilt auch wenn in der Familie eines Kindes ansteckende Krankheiten auftreten.

Sollte ein Kind Symptome einer Krankheit aufweisen, wird es von den anderen Kindern isoliert und die Elter werden informiert. Sie sind verpflichtet, das Kind baldmöglichst abzuholen.

Bei Verletzung wird erste Hilfe geleistet. Ist die Verletzung gering, verfassen die Erzieher einen Bericht über den Unfallhergang und tragen diesen in das „Gruppenbuch“ ein. Zusätzlich wird dies den Eltern beim Abholen mitgeteilt.

Bei einer Kopfverletzung oder anderen schweren Verletzungen werden die Eltern sofort benachrichtig, nachdem erste Hilfe geleistet wurde und gegebenenfalls die medizinische Versorgung durch Rettungsdienste angefordert wurde.

6. Räumlichkeiten
Der Raumbedarf bezieht sich auf eine Gruppen à 15 Kinder, Gesamtfläche ca 80 – 120qm. Wichtig ist Helligkeit und möglichst ein Garten oder nutzbarer schöner Hinterhof
     
    1 heller Gruppenraum, 
    1 Mehrzweckraum (als Schlafraum, für Musik, Sport etc)
    1 Küche
    1 Bad mit Toilette für die Kinder
    1 Erziehertoilette
    1 Büro 
    1 kleiner Lagerraum
    1 Kellerraum

Die Räume entsprechen den technischen und inhaltlichen Vorschriften des Landes Berlin und werden durch die zuständigen Stellen abgenommen. Darüber hinaus wird Wert auf ökologische Belange gelegt bei der Einrichtung wie bei den Spielzeugen.

 

[1]Ergebnisse Wissenschaftlicher Studien über bilinguale Erziehung sind Schwerpunkt der Universität Kiel, Fachbereich Linguistik und in zahlreichen, aktuellen Publikationen z.B. von Prof. Dr. Henning Wode nachzulesen.